klicken Sie auf das Bild << 25.10. Weinprobe in Würzburg
Bei strahlendem Sonnenschein kam unsere Reisegruppe mit insgesamt 15 Teilnehmern nach Würzburg. Unsere Reiseführerin Anette Mehler erzählte uns viele interessante Dinge aus der Würzburger Geschichte während unserer Tour. Bald waren wir auch schon an unserem Ziel: der Residenz ( Weltkulturerbe der UNESCO ) in der Nähe vom Stadtzentrum. Die Residenz, das Hauptwerk des süddeutschen Barock und eines der bedeutendsten Schlösser Europas, wurde in den Jahren 1720-1744 erbaut und danach von Fürstbischöfen bewohnt. Beim geführten Rundgang konnten wir vor allem viele Barock-Kunstwerke u.a. das Treppenhaus mit dem größten zusammenhängenden Deckenfresko der Welt, welches von Giovanni Battista Tiepolo in Jahren 1750-1753 gestaltet wurde, besichtigen.

Nach dem Besuch der Residenz führten wir unsere Tour ins alte Stadtzentrum fort. Wir genossen traditionelle fränkische Gerichte, u.a. "Blauer Zipfl", zum Mittag in einem gemütlichen alten Lokal. Danach warfen wir noch einen Blick an die wunderschöne alte Mainbrücke mit deren Heiligenfiguren an den beiden Geländerseiten.

Würzburg feierte im Jahr 2004 das 1300-jährige Stadtjubiläum, und entsprechend gibt es dort viele historische Sehenswürdigkeiten. Wir hatten jedoch dieses Mal nicht soviel Zeit um in der Stadt zu verweilen. Stattdessen sind wir gemeinsam zu unserem nächsten Ziel, dem Sankt-Michaels-Keller der Winzergenossenschaft Thüngersheim EG gefahren. Dort trafen wir ein Paar Mitglieder der DFG Würzburg um gemeinsam die Kellerführung und die Weinprobe zu machen.

Bei der Kellerführung sahen wir große Eichenfässer in einer Reihe mit tausenden Litern von Wein. In einem weiteren Raum gab es große Edelstahlbehälter im modernen Still. Jedoch alle Qualitätsweine werden in den Holzfässen gelagert. In mehreren kleineren (etwa 250 Liter) Fässern wurde Wein von verschiedenen Winzern hergestellt, welche nur ihre besten Trauben hierfür verwenden. Wenn der Wein fertig ist, wird der jeweils beste prämiert. Wir durften aus einen dieser Fässer den noch ganz jungen Wein (etwa 2 Wochen alt) direkt probieren. Ich als Laie konnte jedoch noch nichts Feines bei diesem süßen Getränk feststellen. Der Wein wird noch etliche Monate Zeit brauchen um konkurrieren zu können.

Die Winzergenossenschaft setzt seit Jahren immer mehr auf die Qualität des Weines. Die minderwertigen Trauben werden deswegen schon bei der Weinlese aussortiert. Als Belohnung der zielstrebigen Arbeit an der Erhöhung der Qualität haben sie schon mehrere Zertifikate erreicht. Wir hatten die Ehre mehrere dieser preisgekrönten Weine probieren zu dürfen: vom roten trockenen Domina bis zu leichteren Weißweinen, wie trockenem Silvaner, halbtrockenen Müller-Thurgau und trockenen Weisser Burgunder Spätlese. Die Probe wurde mit dem am Anfang angebotenen fruchtigen feinen Secco und dem Goldmedaillen-Dessert-Wein Gewürztraminer Auslese abgerundet.

Wie üblich bei Weinproben, haben wir natürlich auch eine vielseitige deftige Jause genossen. Unser Führer und Kellermeister Reinhold erzählte immer wieder passend weingebundene Gedichte und zum Schluss sang er sogar mit unserer Reiseführerin Anette das Frankenlied. Als Gegenleistung sangen wir alle zusammen ein altes finnisches Volkslied "Kullan ylistys", (Minun kultani kaunis on / Mein Schatz ist schön).

Wie es immer im Leben ist, ist irgendwann die schöne Zeit vorbei und es ist Zeit sich zu verabschieden. Die Meisten von uns haben ein Paar edle Tropfen sowie schöne Erinnerungen mitgenommen.

Vor allem möchten wir uns bei den Führern Reinhold und Anette herzlich für den wunderschönen Tag bedanken. Vielleicht kommen wir nächstes Jahr noch Mal…